Universität Bonn

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Lehr-/Forschungsprojekte

Forschungsfelder der Professur Fachdidaktik Agrar und Ernährung sind u.a. Gestaltung von kompetenzorientierten Lehr-Lern-Arrangements, Bildungsgangarbeit, Umgang mit Heterogenität, Bedeutung/ Konsequenzen der digitalen Transformation in den Berufen der Agrarwirtschaft sowie Ernährung/ Hauswirtschaft, niedrigschwellige Qualifizierung für Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf (z.B. junge Menschen am Übergang Schule - Beruf, Wiedereinsteiger*innen nach längerer Familienphase), Gestaltung der Studieneingangsphase (Studienerfolg)

Forschungsverbünde

Unsere Professur ist in verschiedenen Verbünden aktiv und arbeitet eng mit Partnern wie der TU München sowie der BAG Ernährung und Hauswirtschaft e.V. zusammen. Darüber hinaus pflegen wir eine intensive Kooperationen mit regionalen Berufskollegs, um Praxis und Wissenschaft nachhaltig miteinander zu verbinden.

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© TUM
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© RWB

Projekte

Eine Übersicht über aktuelle und vergangene Lehr- und Forschungsprojekte der Fachdidaktik Agrar und Ernährung.

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© GRiNS

GRiNS

Das Projekt „Green Skills for Construction – Nachhaltig Bauen in KMU und Handwerk“ (GRiNS) entwickelt und erprobt ein praxisnahes Weiterbildungsprogramm für Fachkräfte im Bau- und Ausbaugewerbe. Im Mittelpunkt stehen Kompetenzen für nachhaltiges und kreislauforientiertes Bauen sowie der Einsatz nachwachsender Rohstoffe.

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© A. Brutzer

FALKO

Das Projekt FALKO - Fachdidaktischer Assistent in der Lernfeld- und Kompetenzorientierung - adressiert Studierende des Bachelor-/ Masterstudiengangs „Lehramt an Berufskollegs“ . Geplant ist die Entwicklung eines KI-gestützten Lernbegleiters (Chatbots), der Studierende bei der Anwendung fachdidaktischer Konzepte in praxisnahe Kontexte unterstützt.

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© L. Freitag

Lehr-Lern-LoK Agrar


Die Lernortkooperation zur Gestaltung handlungsorientierter Lehr-Lern-Arrangements im Berufsfeld Agrarwirtschaft verbindet fachdidaktische Hochschullehre mit realen Arbeitsprozessen in Gartenbau, Landwirtschaft und dem Ernährungssektor. 



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© L. Freitag

Lehr- und Weiterbildungs-konzept zum Einsatz generativer KI-Systeme in der Unterrichtsplanung und -vorbereitung in der Berufsbildung

Im Rahmen dieses Projektes wird ein Lehr- und Weiterbildungskonzept zum Einsatz generativer KI in der Berufsbildung entwickelt. Ziel ist es, (angehende) Lehrkräfte in der Berufsbildung auf die Anwendung von generativer KI vorzubereiten und dafür notwendige Kompetenzen zu entwickeln und zu fördern. 

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© L. Freitag

Projektpartnerschaft: Future Skills – Herausforderungen für die Lehrer*innenbildung – (FESS)

Lehrer*innen brauchen nicht nur fachliche, sondern vermehrt auch transformative Kompetenzen, um Schulen und Lehr-Lern Prozesse zukunftsadaptiv verändern zu können. Lehrer*innen und insbesondere Schulleiter*innen brauchen Future Skills, um die Schulen von innen heraus zu modernisieren und auf zukünftige Herausforderungen mit den notwendigen nachhaltigen Veränderungen zu reagieren.

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© L. Freitag

Digitalisierung in der beruflichen Bildung am Beispiel der Ausbildungsberufe des Hotel- und Gaststättengewerbes (HOGA)

Ziel des Vorhabens ist der Einsatz der Software OPERA in den Ausbildungsberufen des Hotel- und Gaststättengewerbes.



Externe Doktorand*innen

Thema der Promotion: Studienerfolg im Studiengang Berufspädagogik

Christiane Klatt arbeitet zzt. als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Dresden. Juniorprofessur für Ernährungs- und Haushaltswissenschaften sowie die Didaktik des Berufsfeldes.

Thema der Promotion: Anforderungsanalysen im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft

Der Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitswelt sollte arbeitsanalytisch hinsichtlich zentraler Arbeitsaufgaben und Tätigkeitsprofile der Berufe untersucht werden, denn „ […] Digitalisierung bezieht sich im Kontext der beruflichen Facharbeit auf Produkte, Arbeitsmittel, Prozessabläufe, Kommunikationswege und Datenerfassung“ (Zinke, 2019, S. 11). Durch arbeitsanalytische Betrachtungen können Kompetenzanforderungen an (zukünftige) Arbeitskräfte abgeleitet werden (Zinke, 2019, S. 3), die wiederum Schlussfolgerungen für die Didaktik der beruflichen Fachrichtung zulassen. Einschlägige Studien zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf einzelne Berufe oder gar das gesamte BF E&H liegen bislang kaum vor (Kastrup & Brutzer, 2021, S. 201). Systematische Analysen bezüglich der Sprachkompetenzanforderungen liegen nur für wenige Berufe vor (Settelmeyer et al., 2017), obwohl Sprachkompetenzen bzw. sprachlich-kommunikative Kompetenzen als Basis sowie als Ausdrucksmedium der beruflichen Handlungskompetenz gelten (Efing & Kiefer, 2017, 2018a, 2018b; Settelmeyer & Widera, 2020).

Die kumulative Promotion soll dazu beitragen, einen Teil dieser Lücke/n zu schließen, indem der Digitalisierungsgrad von Arbeits- und Kommunikationsprozessen in Betrieben bzw.  Unternehmen (im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft) arbeitsanalytisch untersucht wird. Dadurch können Anforderungen einer Arbeit 4.0 an Fachkräfte abgeleitet und in der Lehrkräfteausbildung der beruflichen Fachrichtung adressiert werden.

Erste Gutachterin: Frau Jun. Prof Jana Markert (TU Dresden)

Zweite Gutachterin: Frau Prof. Alexandra Brutzer (Universität Bonn)

Ehemalige Doktorand*innen

Thema der Promotion: „Systemisches Denken im berufsschulischen Unterricht – exemplarisch untersucht im Ausbildungsberuf Landwirt*in“

Die Landwirtschaft ist durch Innovationen und neue Arbeitsmethoden stark im Wandel, was von Auszubildenden ein vertieftes Verständnis komplexer Einflussfaktoren erfordert. Um sie zu befähigen, fachlich kompetent zu agieren und Probleme zu lösen, ist systemisches Denkens erforderlich. In der Dissertationsstudie wurde eine Unterrichtseinheit entwickelt und in einem Versuchs-Kontrollgruppen-Design an sechs Schulen mit Auszubildenden aller drei Lehrjahre erprobt. Der von Bräutigam (2014) entwickelte „Test zum systemischen Denken“ wurde hierfür adaptiert und eingesetzt. Zusätzlich fanden leitfadengestützte Interviews mit Fachlehrkräften statt. Die Ergebnisse zeigen, dass systemisches Denken der Auszubildenden durch diesen Ansatz gefördert werden konnte. Eine nachhaltige Wirkung war nicht messbar. Auf Basis der Testergebnisse und Interviews wurden Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung von praktikablen Unterrichtseinheiten und zur Weiterentwicklung des Testinstruments abgeleitet und theoretische Zusammenhänge herausgearbeitet. Die Systemebenen wurden um das System Fachunterricht erweitert, eine Anleitung für die Konzeption von Aufgaben wurde ergänzt und eine Lernsituation zu ‚Düngung‘ vorgestellt. Abschließend wurden Ansätze zur Implementierung systemischen Denkens im Fachunterricht für die curriculare Weiterentwicklung, für die Fachdidaktik und Fachlehrerkräfteausbildung sowie für die Lernortkooperationen dargelegt. 

Thema der Promotion: "Einflüsse beruflicher Sozialisation auf die erfolgreiche Studienbewältigung - Eine empirische Untersuchung mit beruflich sozialisierten Studierenden aus den Lehramtsstudiengängen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik“.

Der Zugang zur hochschulischen Bildung ist in den letzten Jahrzehnten auf institutioneller Ebene stark ausgeweitet worden, sodass der Anteil beruflich gebildeter Studierender, ohne allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, gestiegen ist (vgl. Schmidt et al., 2021). Hier raus resultiert ein zunehmend heterogenes Studierendenklientel in den beruflichen Lehramtsstudiengängen (vgl. Brutzer et al., 2022). Gleichzeitig wird eine mangelnde Passung zwischen den tradierten hochschulischen Strukturen und den individuellen Voraussetzungen von Studierenden mit beruflicher Vorbildung diskutiert (vgl. Schmidt et al., 2021). Hier setzt das explorative Forschungsprojekt an und betrachtet die Einflüsse beruflicher Sozialisation auf die erfolgreiche Studienbewältigung von beruflich gebildeten Studierenden. Die Studienergebnisse zeigen, dass ausgehend vom kulturellen Kapital dieser Studierendengruppe, normative (vgl. Bourdieu, 1987) und psychosoziale Aspekte (vgl. Kuhl, 1996), sowie fachliche und personale Kompetenzbestände (vgl. BMBF, 2013), die wahrgenommenen Studienanforderungen, die Einstellungen zum Studienerfolg sowie das Studienhandeln und -verhalten beeinflussen.

Studentische Forschungsarbeiten

Auch Studierende forschen in Form von Abschlussarbeiten und Studienprojekten. Hier finden Sie eine Auswahl einiger Titel. Die Liste wird fortlaufend ergänzt:

Bachelorarbeiten:

  • A. Gaspers: Digitale Tools im Lernfeldunterricht der Hotel- und Gaststättenberufe - Potenziale und Herausforderungen für den beruflichen Spracherwerb. Ein Scoping Review

Masterarbeiten: 

  • J. Schmidt: Kompetenzanforderungen im Wandel: Digitale und technologische Transformation im Ausbildungsberuf Fachkraft für Lebensmitteltechnik - Eine explorative Studie

Bachelorarbeiten: 

  • K. Hoenmans-Leurs: Digitalisierung in den Bildungsgängen des Hotel- und Gaststättengewerbes: Implementierung eines Property-Management-Systems.
  • D.J. Thom: Arbeitsprozessanalysen als Instrument zur Gestaltung der Unterrichtsvorbereitung am Beispiel des Ausbildungsberufes Gärtner/Gärtnerin.

Studienprojekte: 

Masterarbeiten:

  • C. Schmitt: Prompt-Engineering in den Lernfeldern des Ernährungs- und Versorgungsmanagements – Die Entwicklung von fachspezifischen Prompts zur Anwendung von KI in der Unterrichtsplanung und -vorbereitung.
  • T. Tertilt: Kooperatives Lernen in heterogenen Lerngruppen am Berufskolleg. Eine interviewbasierte Studie in den Bildungsgängen der beruflichen Fachrichtung Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften.
  • S. Preisler: Die Bedeutung von Humor im Unterricht für die Beziehungsgestaltung am Berufskolleg

Studienprojekte:

  • Riesener - Agrar: Gamification im Agrarunterricht: In welchem Ausmaß beeinflusst der Einsatz von spielerischen Tools, wie Kahoot, die extrinsische Motivation der Schulerinnen und Schuler im 3. Lehrjahr der landwirtschaftlichen Ausbildung?
  • Kimmlinghoff - Agrar: Unterrichtsstörungen in der dualen landwirtschaftlichen Ausbildung: Empirische Untersuchung der Wahrnehmung, Ursachen, Folgen und sinnvoller Präventionsmaßnahmen aus Schüler*innenperspektive
  • Janke - EHW: Lernsituationen als Instrument zur Förderung beruflicher Handlungskompetenz: Eine Fallstudie aus der Hotelfach-Ausbildung
  • Chevalier & Strang - EHW: Einfluss von Social-Media auf das Konsumverhalten von Nahrungsergänzungsmitteln am Berufskolleg
  • Heitmann - EHW: Kann durch das Einüben von Reflexion über Lerninhalte im Unterricht die Reflexion über das Erlernen eines beruflichen Ablaufs erleichtert werden?
  • Sachse - EHW: Einsatzhäufigkeit von ChatGPT zur Differenzierung im Unterricht eines Berufskollegs in Köln - insbesondere in der Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft
  • Schmidt - EHW: Welche Herausforderungen und Chancen erleben die Lehrpersonen bei der didaktischen Jahresplanung des Bildungsgangs „Berufsfachschule I & II – Ernährungs- und Versorgungsmanagement“?
Studienprojekte:

Studienprojekte:

  • Rattunde - EHW: Welchen Beitrag leistet der fachpraktische Unterricht zur Beruflichkeit in der dualen Ausbildung als Fleischer:in?
  • Khojasteh - Agrar: Didaktischer Jahresplan in der landwirtschaftlichen Ausbildung. Planung und Umsetzung eines Teils des didaktischen Jahresplans für die Berufsausbildung zum/zur Landwirt/in zur Untersuchung der Belastungen dieser Aufgabe für Lehrkräfte

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